Erneuerung der Digitalen Editionen an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

poster / demo / art installation
Authorship
  1. 1. Torsten Schaßan

    Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

  2. 2. Marcus Baumgarten

    Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

  3. 3. Timo Steyer

    Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

  4. 4. Henrike Fricke-Steyer

    Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

  5. 5. Martin de la Iglesia

    Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

  6. 6. Dario Kampkaspar

    Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

  7. 7. Lisa Klaffki

    Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

  8. 8. Dietrich Parlitz

    Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel; Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Work text
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Die Anfänge der Wolfenbütteler Digitale Bibliothek (WDB)

Die Wolfenbütteler Digitale Bibliothek (WDB) wurde
an der Herzog August Bibliothek (HAB)
vor fast 20 Jahren auf der Grundlage der damals verfügbaren Technologien zur Anzeige von Objektdigitalisiaten konzipiert: PHP-Skripte, die auf einem Apache-Server ausgeführt werden; Frame-Technologien zur Darstellung unterschiedlicher Inhalte nebeneinander auf dem Bildschirm; Datenablage in einfachen Ordnerstrukturen.

Im Hintergrund wurde die Präsentationsoberfläche zum Workflow-Tool zur Objektdigitalisierung ausgebaut. Ebenfalls PHP-Skript-gestützt wurden Eingabeoberflächen für die Eingabe von Bestellungen von Digitalisaten und die Prüfergebnisse der Restaurierung, für die Dokumentation des Bearbeitungsstandes in der Fotowerkstatt und der Veröffentlichung von Digitalisaten programmiert und an die bestehenden Struktur angebunden.
Nach und nach erweiterte sich die Bandbreite der Inhalte, die über die WDB zugänglich gemacht werden sollten. Neben die Repräsentation von vollständigen Objektdigitalisaten, die von Cover zu Cover digitalisiert wurden, traten Digitalisierungen, die primär in anderen Systemen zur Anzeige kommen sollten wie beispielsweise die Digitalisate des Virtuellen Kupferstichkabinetts. Es entstanden die ersten digitalen Editionen, in denen komplexe digitale Inhalte gemeinsam auf den Bildschirm gebracht werden mussten. E-Books und Rundum-Digitalisate von Handschriften, die in besonderer Weise zur Anzeige gebracht werden mussten, sind weitere Beispiele. Dadurch verkomplizierte sich nach und nach die Struktur der Programmierung der WDB abermals.

Neue Herausforderungen
Mit der Zeit haben sich Sehgewohnheiten geändert und die Anforderungen an das Design digitaler Inhalte sind gestiegen. Das Aufkommen mobiler Endgeräte, die zunehmend zum Konsum dieser Inhalte genutzt werden, zeigten auf, dass die Darstellung, die im Rahmen der WDB genutzt wird, teilweise nicht mehr funktional ist. Insbesondere das Eigenleben, das Daten in Zeiten des Linked Open Data zu pflegen führen, zeigt die Limitationen der WDB auf. Insbesondere die Option, digitale Inhalte aus der WDB in unterschiedlicher Granularität verlässlich zu adressieren und in unterschiedlichen Kontexten anzeigen zu können, erfordert eine grundlegende Neukonzeption der Mechanismen zur (persistenten) Adressierung der Seiten.
Andererseits läßt die Digitalisatpräsentation grundlegende Funktionalitäten vermissen, die sich in anderen Bibliotheken durchgesetzt haben. So sind beispielsweise ein Drehen der Bilder oder andere Bildmanipulationen nicht möglich. Auch Navigationsmöglichkeiten, die sich auf mobilen Endgeräten durchgesetzt haben, wie das Wischen von Seite zu Seite sind in der WDB nicht möglich. Die Navigation wie der Zoom in den Digitalisaten sind noch mit altertümlich anmutenden Steuerungselementen gelöst.

Die Erneuerung
In der HAB wurde nach Feststellung dieser Mangel eine temporäre Arbeitsgruppe zur Erneuerung der WDB ins Leben gerufen. Dabei wurde unter anderem die Aufteilung der Anforderungen in drei Säulen festgelegt: Objektdigitalisate, digitale Editionen und digitale Publikationen. Die Darstellung der reinen Objektdigitalisate inklusive der Workfloworganisation sollen getrennt werden von der Anzeige digitaler Editionen und einem möglichen, neu aufzubauenden Publikationsserver. Im Poster werden vor allem die Überlegungen zur Erneuerung der Säule „Digitale Editionen“ präsentiert.
Die Arbeitsgruppe hat eine Liste an Fragen und Funktionalitäten identifiziert, für welche je separat untersucht, der State-of-the-Art skizziert und die Anforderungen der HAB formuliert wurden:

Anforderungen an die Startseite der WDB
aktuelle Suchtechnologien
Layoutoptimierung
Versionierung und persistente Adressierung
Downloadmöglichkeiten
(externe) Verwaltung von Literaturlisten
Visualisierungsstrategien
Schnittstellen
Schemaunterstützung und -dokumentation
IIIF
Langzeitarchivierung nach OAIS
Trennung von Arbeitsumgebung, Archiv und Publikation
bevorzugte Arbeitsumgebung (z.B. XML-Datenbanken)
Nutzerstatistik
Linked Open Data

Für jedes der Felder wurde eine Bedarfsanalyse und eine Marktsondierung durchgeführt und konzeptionelle Antworten für die Erneuerung der WDB in diesem Bereich formuliert.
In dem Poster sollen nicht nur die technische Erneuerung adressiert werden, sondern auch die Einbettung der neuen Infrastruktur in einen organisatorischen Workflow und die Frage, warum Infrastruktur altert und wie man dem entgegenwirken kann.

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Conference Info

Incomplete

DHd - 2019
"multimedial & multimodal"

Hosted at Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Johannes Gutenberg University of Mainz), Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main (Goethe University of Frankfurt)

Frankfurt & Mainz, Germany

March 25, 2019 - March 29, 2019

131 works by 311 authors indexed

Conference website: https://dhd2019.org/

Contributors: Patrick Helling, Harald Lordick, R. Borges, & Scott Weingart.

Series: DHd (6)

Organizers: DHd